MannschaftVorstandschaftAktivitätenGeschichte ab 20001965-19991932-19641882-1931Kommandanten und Vorstände

Nächste Termine:

Unwetterwarnung:

Unwetterwarnungen © Deutscher Wetterdienst, (DWD)



Besucherzähler:Besucherzähler Für Homepage

Login:

1932-1964


Im Jahresbericht von 1932 ist dann zu lesen:
"Nachdem nun das Feuerhaus in Winklham durch das Zusammenhelfen sämtlicher Besitzer, besonders durch die Bemühungen des Kommandanten Reißl und Kassier Pichler und die kostenlose Grundabtretung durch Eduard Gröbner und Stiftung von 50 Mark durch Therese Hadeier erbaut und seiner Bestimmung übergeben ist, wollen wir wünschen, dass die Spritze niemals zu einem Brande in Tätigkeit zu treten braucht." Diese Therese Hadeier war eine sehr große Gönnerin der Erlacher Feuerwehr, denn im selben Jahr wurde noch vermerkt, dass sie der Wehr 300 Mark zur Bezahlung der neuen Spritze gestiftet hat und beschlossen wurde, sie als Ehrenmitglied aufzunehmen.

Nachdem das Feuerwehrhaus gegenüber der Kirche an Josef Halbedl zur Vergrößerung seiner Seilerwerkstätte abgetreten wurde, baute dieser im Gegenwert in der Nähe des Weißenweihers ein neues Gerätehaus.

Unterm 5.5.1935 ist dann zu lesen: "Hauptübung mit Pflichtfeuerwehr und Inspizierung durch Bezirksbrandinspektor Dachauer, Hernach Umzug in das neue Feuerhaus und Übergabe." Am 13. Juni desselben Jahres abends 8 Uhr rückte die Wehr mit 2 Spritzen zu dem Brande beim Bauern Raimund Meisenberger in Aufnberg aus, wo bereits das ganze Anwesen in Flammen stand. Die Wehr zählt 41 Aktive, 23 Passive und 2 Ehrenmitglieder.

Im Jahre 1938 schieden Kommandant Lorenz Reißl, Adjutant Josef Stündl und Kassier Josef Pichler wegen Erreichung der Altersgrenze aus und wurden Ehrenmitglieder. Nachfolger wurden Karl Reißl als Kommandant, Jakob Schöberl als sein Stellvertreter und Josef Pichler jun. als Kassier. In diesem Jahr wurde bereits an einem Leistungswettkampf teilgenommen.

Von den Jahren des zweiten Weltkrieges ist nur die Beerdigung des langjährigen Kommandanten Lorenz Reißl im Jahre 1944 vermerkt.

Nach Kriegsende 1945 wurde Benno Pinzl von den Besatzungsbehörden der Amerikaner als Kommandant eingesetzt. Als erste Vereinstätigkeit der Nachkriegszeit ist eine Versammlung vom 12.9.1946 zu nennen, bei der 19 Mitglieder aufgenommen wurden.

Im Jahre 1948 erhielt unsere Wehr eine gebrauchte Motorspritze, Fabrikat Rosenbauer, in nicht betriebsfähigen Zustand. Sie wurde von Hans Pinzl, Fritz Hofmann (Vorstand 1985) und Kurt Gstattenbauer, einem Kameraden der Simbacher Wehr, instandgesetzt und in einen aus Wehrmachtsgut erworbenen Einachs-Anhänger mit Vollgummibereifung eingebaut. Den ersten Einsatz hatte sie am 5.7.1950, als wir zu einem Brand infolge Blitzschlag nach Strickberg gerufen wurden.

Bei der Neuwahl am 18.1.19534 wurde Franz Zieringer Kommandant und Ludwig Brandstätter sein Stellvertreter. Im selben Jahr wurde in Erlach die Wasserleitung gebaut und mit dem Einbau von Hydranten die Löschwasserversorgung enorm verbessert.

Bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 1954 war unsere Wehr am Inndamm im Einsatz.

Im Februar 1956 wurde für den in den Ruhestand getretenen Schriftführer Josef Winkler als Nachfolger Alfred Westenkirchner gewählt.

Im Jahre 1957 erhielten wir eine neue Tragkraftspritze TS 8/8, Fabrikat "Ziegler" und 1960, als die Reparatur der alten Motorspritze nicht mehr rentabel war, eine zweite desselben Typs, die nach Winklham überstellt wurde. 1957 wurde die Wasserleitung nach Prienbach weitergebaut und in Waltersdorf und Winklham je ein Hydrant eingesetzt. Am 27.11 brach in der Scheune des Landwirts Franz Haslböck in Winklham ein Brand aus, der jedoch in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus Simbach und Prienbach bald gelöscht war.

Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahl am 19.1.1958 wurde Ludwig Seifinger zum Kommandanten gewählt. Mir dem Ankauf einer Sirene im Juli 1958 und ihrer Montage an der Tankstelle Großwieser wurde die Alarmierung um einen wesentlichen Schritt verbessert.

Am 30.10.1960 bestanden die ersten zwei Löschgruppen die Leistungsprüfung der Stufe 1 für das Abzeichen in Bronze.

Mit dem Eintreffen des Löschfahrzeuges "Ford FK 1250" am 3.3.1961 wurde unsere Wehr motorisiert.

Im Jahre 1962 wurde in der Scheune von Hofmann Fritz eine Schlauchaufhänge-Vorrichtung eingebaut. Bis dahin mussten die Schläuche an der Westseite des Kirchturms zum Trocknen aufgehängt werden.

Durch die Wahl bei der Versammlung am 5.1.1963 kam Hans Hutflesz als stellvertretender Kommandant in die Vorstandschaft.

1964 wurde mit der Ausbildung für die Leistungsprüfung Stufe 2 begonnen und bei der Abnahme am 26.4. waren unsere 2 Gruppen nach einer Testgruppe von Ering die ersten im Landkreis Pfarrkirchen. Aus diesem Anlass kamen sogar Oberbrandmeister Bauer vom Landesamt für Feuerschutz in München und aus Landshut der Leiter der Außenstelle für Niederbayern, Bohmann, nach Erlach, um der Abnahme beizuwohnen und die Schiedsrichter zu beaufsichtigen.

Am 16.11 um 2 Uhr früh brach in einem Nebengebäude ein Brand aus. Als unsere Wehr am Brandplatz eintraf, schlugen die Flammen schon aus dem Dach. Durch das tatkräftige Eingreifen unserer Wehrmänner konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindert werden.
Die Wehr zählt 148 Mitglieder und 5 Ehrenmitglieder.