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1965-1999


Im Jahre 1965 wurde der Bau eines Feuerwehrhauses geplant und bei einer Versammlung am 17.10 konnte Bürgermeister Josef Eiblmeier bekannt geben, dass von der Gemeinde ein geeignetes Grundstück dafür angekauft wurde. Es war das Halbedl-Grundstück, auf dem das erste Feuerwehrhaus noch stand.

1966 wurden wieder Leistungsprüfungen in den Stufen 1, 2, und 3/1 abgelegt und am 15.7. erwarb eine Gruppe in Braunau das österreichische Leistungsabzeichen in Silber.

Im Januar 1967 wurde ein gebrauchter VW-Kombi gekauft, der als Mannschaftswagen verwendet wurde. Bei der Wahl am 16.12 wurden Fritz Hofmann zum Vorstand und Ludwig Pinzl zum Kassier gewählt.

Im Mai 1968 traten 5 Gruppen zur Leistungsprüfung an, zwei davon bestanden die Stufe 3/2 für das goldene Abzeichen. Am 10.6 kam unsere Wehr beim Brand in der Ziegelei Kongehl in Fürstberg und am 11.7 beim Brand des Pichler-Hofes in Prienbach zum Einsatz.

Bei der Versammlung vom 9.8.1968 wurde über die Beschaffung einer neuen Fahne und die Abhaltung einer Fahnenweihe im Jahre 1969 gesprochen, wogegen niemand Einwände hatte. Als dann jedoch auf den dringend notwendigen Bau eines neuen Feuerwehrhauses hingewiesen wurde und Bürgermeister Eiblmeier versicherte, er werde alles tun, um so bald wie möglich damit anzufangen, teilten sich die Meinungen. Eine Abstimmung ergab, dass die Mehrheit mit der Durchführung eines Feuerwehrfestes noch warten wolle, bis auch das Feuerwehrhaus gebaut sei, um dann dessen Einweihung mit der Fahnenweihe zu verbinden.

Bei der Versammlung vom 31.8. wurde dann vom Bürgermeister der Plan vorgelegt und im April 1970 konnte mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses begonnen werden.

Am 7.6.1970 traten wieder 5 Löschgruppen zur Leistungsprüfung an und bei der Verleihung der Abzeichen wurde betont, dass die Erlacher Wehr mit bereits 20 goldenen Abzeichen im Landkreis an der Spitze stehe.

Am Gründonnerstag, den 8.4.1971 wurde unsere Wehr um 15:30 Uhr zum Einsatz gerufen, als am Waldrand in der Siedlung beim Abbrennen von Gartenreisig auch das trockene Gras in Brand geriet. Das Feuer fraß sich rasch den Hang zum Wald hinauf, so dass die unmittelbare Gefahr eines Waldbrandes bestand. Unsere Wehr und auch das Simbacher Tanklöschfahrzeug waren rasch zur Stelle. Durch das gemeinsame Eingreifen konnte der Brand in kurzer Zeit abgelöscht und gerade noch rechtzeitig eine größere Katastrophe verhindert werden.

Am 29.12.1971 fand die Hebefeier für das neue Feuerwehrhaus statt und bereits im Januar 1972 wurde von der Vorstandschaft mit den Vorbereitungen für ein Feuerwehrfest mit der Einweihung des neuen Gerätehauses und der Weihe einer zu beschaffenden neuen Fahne begonnen.
Als Fahnenmutter konnte Frau Berta Schlattl und als Trauermutter Frau Fanny Brodschelm gewonnen werden. Fahnenbraut machte Christa Pinzl und Patenbraut Fannerl Steiger. Als Patenverein wirkte die Feuerwehr Prienbach mit. Im April wurde bei Frau Miedl in Tann die neue Fahne bestellt. Der Termin wurde auf den 19. und 20. August festgelegt. Am Samstagabend den 19.8. fand nach einem Standkonzert die Einweihung des neuen Gerätehauses durch unser Ehrenmitglied Pfarrer Johann Mandl statt, der nach den Festansprachen die Totenehrung am Kriegerdenkmal folgte. Am Sonntag trafen dann 97 Vereine ein, davon 15 aus Österreich. Der Kirchenzug bewegte sich durch die Siedlung zum Außertal, wo auf einem Podium von Pfarrer Friedrich Nehyba der Feldgottesdienst zelebriert wurde. Anschließend weihte Pfarrer Johann Mandl die neue Fahne und die Fahnenbänder. Der Festzug löste sich nach einem Vorbeimarsch an den Ehrengästen am Festzelt auf. Die gründliche Vorbereitung und das gute Zusammenarbeiten war ausschlaggebend für den reibungslosen Ablauf des ganzen Festes.

Am 17.12.1972 war Hauptversammlung mit Neuwahl, bei der Johann Hutflesz zum Kommandanten, Ludwig Pinzl zu seinem Stellvertreter und Josef Pichler jun. zum Kassier gewählt wurden.

Am 16.7.1974 wurde das alte Simbacher Tanklöschfahrzeug nach Erlach überstellt, wodurch die Einsatzkraft unserer Wehr bedeutend erhöht wurde. In den Tanker wurden noch 4 Atemschutzgeräte und ein neues Funkgerät eingebaut.

Zu einem besonderen Einsatz mussten wir, als am 6.6.19775 in der Wurzerkurve ein Viehtransport-Anhänger mit 26 Rindern umkippte. Die beteiligten Wehrmänner halfen beim einfangen der Rinder und einige auch bei der Notschlachtung der verletzten Tiere.

Im Juli 1975 wurde in Eigenregie ein Kellerraum des Gerätehauses zu einem Aufenthaltsraum ausgebaut und am 15.8. wurde das erste Gartenfest veranstaltet.

Im Jahresbericht von 1977 wurde die erfreuliche Tatsache vermerkt, dass unter den aktiven Wehrmännern 9 Feuerwehranwärter, also Jugendliche unter 18 Jahren sind.

Zu einem Großbrand mussten wir am 20.6.1978 ausrücken, als gegen 12 Uhr Mittag im Thalhamer Hof ein Brand ausgebrochen war. Durch das rasche und gezielte Eingreifen aller 10 erschienenen Wehren konnten das Wohnhaus und ein Nebengebäude gerettet werden, während eine Scheune und ein Silo den Flammen zum Opfer fielen und am angrenzenden Stall der Dachstuhl abbrannte. Unsere Wehrmänner halfen beim Abräumen des Brandschuttes mit und übernahmen zusammen mit den Simbachern den Brandschutz bis zum nächsten Morgen.

Am 22.11 traf das neue Tragkraftspritzenfahrzeug, Fabrikat Mercedes, ein, das dann am 29.7.1979 bei strahlendem Sommerwetter die kirchliche Weihe erhielt. Dazu waren sieben eingeladene Nachbarvereine mit Fahnen erschienen. Das anschießende Gartenfest wies einen Rekordbesuch auf.

Im Jahre 1980 sei an einen Kunstdüngerbrand in einem Lagerhaus erinnert. Da dabei giftige Nitrosegase frei wurden, die in Rauchwolken über Simbach zogen, wurde auch Katastrophenalarm ausgelöst. Unsere Atemschutzträger waren mit den Pressluftgeräten am Brandherd im Einsatz während die anderen Wehrmänner zur Wasserförderung eingeteilt waren.

Am 26.9.1982 entstand in der Maistrockenanlage in Dietmaning ein Schwelbrand. Außer unserer Wehr waren Prienbach, Stubenberg und Simbach erschienen. Zur Sicherung des Fluchtweges für die in 12 Metern Höhe am Trockner eingesetzten Wehrmänner wurde die Drehleiter der Braunauer Feuerwehr angefordert.

Am 20.11.82 wurde Funkalarm ausgelöst, da an der Waldstraße ein Bienenhaus in Brand geraten war. Dieses stand direkt am Waldrand und die angrenzenden Fichten brannten bereits, als unser Tanker eintraf. Mit dem Hochdruckschlauch konnten sie abgelöscht werden, so dass in letzer Minute ein größerer Waldbrand verhindert werden konnte.

Bei der Versammlung im Dezember 1982 wurde Josef Pichler zum stellvertretenden Kommandanten und Jochen Achatz zum Kassier gewählt.

Vom Jahr 1984 sei noch berichtet, dass wird bei der Nachbarwehr Eggstetten für ihr 100-jähriges Gründungsfest die Patenschaft übernommen haben und so kam am 10.3 eine zahlreiche Abordnung nach Erlach um das "Patenbitten" vorzunehmen. Bei ihrem Fest am 24. Juni war dann unsere Wehr mit der stattlichen Zahl von 57 Mann vertreten. Vom 27.7. Bis zum 28.07.1985 fand das 100-jährige Gründungsfest der FFW Erlach mit der FFW Eggstetten als Patenverein unter der Schirmherrschaft des damaligen ersten Bürgermeisters Richard Findl statt.
Auch wurde in diesem Jahr in Eigenregie das „Florianistüberl“ als Aufenthaltsraum im Keller des Feuerwehrhauses vergrößert. 1986 wurden wir zu einem Werkstattbrand ins Autohaus Benniger gerufen.
In Folge des starken Eisregens 1987 waren die Erlacher Wehrmänner zwei Tage lang im Dauereinsatz. Außerdem gab es einen Großbrand des Lagerhauses Dattinger zu verzeichnen. Den Höhepunkt des Jahres stellte die Einweihung des neuen TLF 16/25, Fahrgestell Mercedes, mit einem Aufbau der Firma Ziegler dar.
1988 waren wir bei der Hochwasserkatastrophe an der Donau mit vier Mann in Irlbach beteiligt.
1989 brannte der „Pinzl-Stadl“ in der Erlacher Au vollständig nieder. Außerdem waren wir für drei Tage bei einem Großbrand in Hinterholz beim Anwesen Spielbauer im Einsatz.
1990 wurde die Erlacher Wehr für drei Tage für einen Trinkwassertransport nach Fürstberg benötigt. Im August desselben Jahres ging eines der schwersten Gewitter im Inntal nieder, sodass fast gleichzeitig in drei Anwesen im Gemeindebereich Julbach und Kirchdorf Feuer durch Blitzschlag ausbrach. In diesem Jahr wurde schließlich auch der Grundstein für die inzwischen langjährige Freundschaft mit der Feuerwehr Ochsenburg gelegt, indem die Wehr aus Erlach am Feuer-wehrleistungswettbewerb in St. Pölten teilnahm und äußerst herzlich von der FF Ochsenburg aufgenommen wurde.
1991 wurden wir zu einem schweren Verkehrsunfall auf die B12 gerufen, bei welchem zwei Tote und drei Verletzte zu beklagen waren. Außerdem waren wir zwei Tage wegen des Augusthochwassers im Einsatz. Es wurde unsere neue TS 8/8 Ultraleicht der Firma Ziegler durch Stadtpfarrer Alois Messerer eingeweiht. Christian Pinzl und Wolfgang Leitner konnten den 1. Jugendwettkampf für sich entscheiden und die Wehr aus Ochsenburg legte das erste Mal das bayerische Feuerwehrleistungsabzeichen ab. Darüber hinaus wurden dringend notwendige Renovierungsmaßnahmen am Feuerwehrgerätehaus in Winklham durchgeführt.
1993 war die FFW Erlach bei einem Großbrand eines Schweinestalls in Oberölling im Einsatz. Martin Neubauer und Günther Eiblmaier konnten den 2. Jugendwettkampf für sich entscheiden.
1995 musste die Erlacher Feuerwehr einen Verkehrsunfall in Dietmanning mit einem Toten verzeichnen. Desweiteren waren wir für 10 Stunden an der BR-Radl-Tour beteiligt. Elvis Dorfner und Willi Bernetzeder konnten den 3. Jugendwettkampf für sich entscheiden und somit wurde der Wanderpokal nach Erlach geholt. In diesem Jahr fand auch der erste Leonhardiritt in der Erlacher Au statt.
1996 rückten wir am Jahresanfang zu einem Brand der „Fischerwirtin“ an den Kirchdorfer Waldsee aus. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.
1998 wurde die FW Erlach zu einem schweren Verkehrsunfall nach Prienbach gerufen, bei dem eine Autofahrerin von der Fahrbahn abgekommen und gegen ein Wohnhaus geprallt war. Das Auto brannte dabei komplett aus. Außerdem rückten wir nach dem Aufbau des Zeltes für unser Gartenfest zum Großbrand einer Lagerhalle in der „Heraklith“ aus. An diesem Einsatz waren insgesamt 17 Wehren beteiligt.
Am Hochwassereinsatz 1999, wobei der Simbach über die Ufer getreten war, beteiligte sich die FFW Erlach für zwei Tage.